Je geräumiger, desto mehr Abwechslung und Bewegungsmöglichkeit für die Vögel; am besten sind Garten- oder Zimmervolieren.

  1. Folgende Mindestgrößen sind wünschenswert: Kanarien, Wellensittich etc.: 150 cm lang, 100 cm breit, 100 cm hoch
    Graupapagei, Amazone, Ara etc.: 400 cm lang, 200 cm breit, 200 cm hoch.
    Der Käfigboden sollte mit Zeitungs- oder Haushaltspapier ausgelegt werden; Sand am Besten nicht verwenden, da unhygienisch und keine  Kotkontrolle möglich.Die Futter- und Wassernäpfe sollten aus Porzellan, Edelstahl oder Kunststoff sein, also zerstörungssicher und leicht zu reinigen. Diese dürfen nicht unter den Sitzstangen stehen, wegen der Kotverschmutzung.
    Eine Badeeinrichtung sollte nicht fehlen. Vögel, die nicht selber baden (z.B. Papageien) sollte man mindestens 1x pro Woche mit einer Blumenspritze (mit lauwarmem Wasser) besprühen. Nur frisches Wasser verwenden. Schlafnester und Nistkästen: als Nistmaterial eignen sich Zweige von Weichhölzern, Stroh, Heu oder Kokosfaser, jedoch keine Watte.
    Als Sitzstangen eignen sich hervorragend frisch geschnittene Naturzweige (unbehandelte Obstbäume, Weide, Buche, Haselnuss, Eiche, Flieder, Erle und Linde, jedoch KEINE Pappel) unterschiedlichen Durchmessers. Sie minimieren aufgrund der hohen Elastizität und der unterschiedlichen Durchmesser Druckstellen und daraus resultierenden Geschwüren an den Sohlenballen. Außerdem bieten Naturzweige eine zusätzliche Beschäftigung, da die Vögel sehr gerne an ihnen knabbern.Um den Vögeln ein hygienisches Umfeld zu verschaffen, sollten 1x täglich Futter- und Wassernäpfe, sowie der Käfigboden gereinigt werden. Wöchentlich frische Naturzweige.

kontaktvoegel

  • Hell, jedoch mit Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung.
  • Mindestens eine Käfigseite sollte gegen eine Wand stehen, denn die Rückendeckung gibt dem Vogel ein Gefühl der Sicherheit.
  • Zugluft, Rauch und Staub sollte vermieden werden
  • Der Käfig sollte mindestens 80 cm über dem Boden stehen.
  • Der Käfig sollte nicht in der Küche stehen, da beim Kochen für Vögel giftige Dämpfe (Teflon) entstehen.
  • Der Tag-/Nachtrhythmus sollte eingehalten werden.
  • Die Luftfeuchte sollte ca. 60-70% betragen, jedoch keinesfalls unter 40%; aus diesem Grund sollte der Käfig nicht zu dicht an einen Heizkörper gestellt werden.

 

Futter

Allgemein: abwechslungsreich, frisch, gute Qualität, kleine Vorratsmengen, hygienische Zubereitung und Aufbewahrung, keine gewürzten Tischabfälle

Vögel können folgende Nahrungsmittel überhaupt nicht vertragen:

  • Kaffee, schwarzer Tee
  • Schokolade
  • Knabbergebäck
  • Avokado
  • Kopfsalat
  • Alkohol

Finkenvögel: Pflanzensamenmischung aus Sommerraps, geschältem Hafer und Glanzsaat

Sittiche: Samenmischung aus Glanzsaat und Hirse; Ölfrüchte wie Mohn und Negersaat sollten weniger als 5% betragen

Papageien: Körnergemisch aus Reis mit Hülsen, Weizen, Kanariensamen, Mais und Sonnenblumenkerne; Sonnenblumenkerne höchstens zu 20%; Erdnüsse sollten wegen ihrem hohen Fettgehalt nur ab und zu gegeben werden und dann mit vorgeknackter, ausgespülter Schale, wegen der Pilzsporen.

Das Körnerfutter sollte vor dem Verfüttern mit klarem Wasser im Sieb durchgespült werden, um Staub und Pilzsporen zu entfernen

ALLE VÖGEL sollten zusätzlich ein Angebot an Frischfutter zur Deckung ihres Vitaminbedarfs bekommen, wie z.B.

  • Obst (Banane, Apfel, Apfelsine, Pflaume, Birne, Beeren, Kiwi, usw.)
  • Gemüse (Paprika, Erbsen, Möhren, Kartoffeln, Gurke, Maiskolben, usw.)
  • Grünfutter (Vogelmiere, Löwenzahn, Petersilie, Eisbergsalat, usw.)

Bitte vorher mit klarem Wasser abspülen.

Tierisches Eiweiß:

  • hartgekochte Eier, Quark, Frischkäse, Joghurt, Babybrei, ungewürzter Kotelettknochen

Mineralstoffe und Grit:

  • Magengrit (spezielle kleine Kieselsteinchen, die vom Muskelmagen benötigt werden)
  • Kalk (Sepiaschale, Muschelkalk) als Mineralstoffquelle

Tränke:

  • natriumarmes Mineralwasser ohne Kohlensäure (Leitungswasser kann regional mit für Vögel gravierenden Mengen an Schadstoffen, z.B. Nitrat, Fluor, Chlor und Blei belastet sein)

Um dem Vogel ein art- und verhaltensgerechtes Leben zu ermöglichen, ist ein Partnervogel wünschenswert

Das Leben mit einem Partner beugt   Vereinsamung und Verhaltensstörungen vor.

Zur Erhaltung der Gesundheit und des Wohlbefindens sollte der Vogel täglich Freiflug bekommen.Dies entspricht seiner artgemäßen Bewegung. Der Freiflug sollte jedoch unter Aufsicht erfolgen, um folgende, häufig auftretende Gefahren zu vermeiden:

Vergiftungen:

Blei (Gardinenschnüre, Fensterbilder, Tiffany-Lampen), Zimmerpflanzen, Blattlausspray, Haushaltschemikalien

Verletzungen:

Verhaken in Gardinen, gegen Fensterscheibe fliegen, heiße Herdplatten, offene Kochtöpfe, Bisse durch andere Haustiere

Regelmäßige Kontrolle der

▫ Krallenlänge

▫ Schnabellänge und –form

▫ Verschieblichkeit des Kennzeichnungsrings

▫ Futter- und Wasseraufnahme, Ernährungszustand

▫ Kotbeschaffenheit (Konsistenz, Farbe, Menge)